Schriftzug des Niedersächsischen Chansonfestivals

Artists/Projekte 2016

Pas Vu Pas Pris  –  Frankreich

Ni Vu Ni Connu vor Publikum auf der BühnePas Vu Pas Pris ist ein Trio aus Südfrankreich. Der Kopf des Ensembles ist die charismatische Akkordeonistin und Sängerin Yvette Ornière, die nicht nur die klassische Chansonbesetzung von Gitarre und Schlagzeug um sich schart, sondern auch ungewöhnliche Instrumente wie Waschbrett, singende Säge, Sousaphon und Banjo.

Diese Besetzung spiegelt den musikalischen Horizont des Ensembles wider: Traditionelle Musette-Melodien treffen auf  Elemente osteuropäischer Musik, Folk und Ska. Mit kreativen Kostümen und Bühnendekoration schaffen die MusikerInnen eine Mischung aus musikalischer und theatraler Darbietung und stehen in der Tradition von Bands wie Tryo, La Rue Kétanou und Les Yeux de la Tête.

Trotz des Namens („Was man nicht gesehen hat, nimmt man nicht“) hat das Ensemble u.a. in der um einen Musiker erweiterten Besetzung Ni Vu Ni Connu großen Erfolg zu verzeichnen, spielte seit 2010 über 400 Konzerte, unter anderem mit ZAZ, Les Ogres de Barback und Têtes Raides und wurde 2013 mit dem nationalen Nachwuchspreis der „Caisse d'Epargne“ ausgezeichnet.

Ni Vu Ni Connu posieren mit ihren Instrumenten auf der Bühnewww.nivuniconnulesite.com

 

Contrebrassens & Michael Wookey  –  Deutschland/Grossbritannien

Contrebrassens im Scheinwerferlicht auf der BühneAllein mit ihrem Instrument interpretiert die studierte Kontrabassistin Pauline Dupuy alias Contrebrassens einen der Großmeister des literarisch anspruchsvollen Chansons: Georges Brassens. Seine Texte verweben einfühlsame mit sarkastischen Gedanken, schließen einerseits an die klassische französische Poesie an, skizzieren andererseits eine herbe Erotik. Die Interpretation von Brassens Liedern durch eine weibliche Stimme eröffnet neue Bedeutungen, eine neue Dimension der bekannten Texte.

Pauline Dupuy begleitet diese gesungene Literatur mit einem wunderbar swingenden Musikarrangement, das von klassischer Musiktechnik geprägt ist. Mit originellen Ansagen und Liedern auf Deutsch übersetzt nimmt sie auch das nicht-französischsprachige Publikum mit. Als eine neue Vertreterin des Chanson in Deutschland möchte sie beide Kulturen, die sie selbst lebt, verbinden. Im Duo mit dem in Paris lebenden britischen Komponisten Michael Wookey an Keyboard, Gitarre und Toyinstrumenten erschafft sie ein ganz neues musikalisches Universum im Bereich des Chanson.

Michael Wookey mit Klavier und Contrebrassens mit Kontrabass auf der Bühne vor einem Mikrophonwww.contrebrassens.com

www.michaelwookey.com

 

 

„L'Accordéon de la vie  –  Soirée Brel/Barbara“ – Deutschland

Das Projekt, das sich aus Karsten Zinser, Ensemblemitglied des Jungen Theater Göttingen und MusikerInnen aus dem Umfeld der Hannoveraner Musikhochschule zusammensetzt, präsentiert einen szenisch-musikalischen Abend mit Chansons der beiden Großen der  französischen Chansongeschichte und durchbricht dabei die klassische Rollenverteilung im Chanson: Nicht allein die SängerInnen übernehmen die Aufgabe des Darstellers, vielmehr schlüpfen auch die beteiligten MusikerInnen teilweise in die Rolle des Schauspielers und Pantomime. Durch gemeinsame Szenen und ihre choreographischen Interaktionen präsentiert das Ensemble die besonderen Melodien und Inhalte der Chansons und arrangieren damit nicht nur musikalisch, sondern auch in der Darbietungsform das Chanson neu.

Clara Däubler: Kontrabass
Maja Hilke: Gesang, Konzeption, Arrangement
Malte Hollmann: Klavier
Kostas Zigkeridis: Akkordeon
Karsten Zinser: Gesang, Schauspiel

 

 

 

Artists 2015

Michel Avalon  –  Frankreich

Nahaufnahme des auf seine Hände gestützten Kopfes von Michel AvalonMichel Avalon wurde im südfranzösischen Sète geboren. Seine Laufbahn als Musiker beginnt mit er in den dortigen Cafés und Restaurants, in denen er bekannte Chansons von Brassens, Ferré und Lavilliers singt und sich selbst an der Gitarre begleitet. Er studiert Gitarre, spielt bald in der lokalen Jazz-Szene und beginnt, seine eigenen Chansons zu schreiben.

Unter dem Namen „Avalon“ tritt er bald in ganz Frankreich und Belgien auf und veröffentlicht im Jahre 2000 seine erste CD.  Neben der Komposition eigener Chansons widmet sich Michel Avalon schwerpunktmäßig den Stücken des Chansonniers Léo Ferré und gilt als einer der besten Ferré-Interpreten. Er hat sechs Alben veröffentlicht, die von der französischen Presse gefeiert wurden: „Eine wunderschöne warme Stimme und großartige Melodien“.

Avalon tritt auf zahlreichen Festivals in Frankreich, Belgien und Deutschland auf, wie z.B. dem „Festival Off Avignon“, „Brassens in Basdorf“ und dem „Festival Brassens Vaison-la Romaine“.

www.exilprod.com

 

Olivier Terwagne  –  Belgien

Mann sitzt am Klavier vor einer bunten KulisseDer 30- jährige Belgier Olivier Terwagne beschreibt seine Musik als „Musikalisches Museum, bestehend aus den Instrumenten Klavier, Akkordeon, Glocken, Harmonium, Mandoline, Gitarre und Loopstation {…}, dessen Atmosphäre an Charlie Chaplin, Jacques Tati und Kindheitserinnerungen erinnert“.

Terwagne kleidet alte Chansons in ganz neue Klangsphären und Arrangements und schreibt eigene Pop-Chansons, die er mit zeitkritischen Texten auskleidet. Im Trio mit Marie Eve Ronveaux und Francois Degrande feiert er Erfolge in Belgien und Frankreich: „Seine Ironie und musikalischen Arrangements machen aus diesem jungen Sänger mit Sicherheit einen der wichtigsten geistigen Nachfolger des großen Monsters, dem französischen Chanson“.

Sein aktuelles Album „Tweet sur seins trompés“, das am 12. Mai 2015 erschien, klingt u.a. durch die Produktionsleitung  des britischen Bassisten Alonza Bevan (Kula Shaker) und Reminenzen auf den Britpop umso moderner.

www.olivierterwagne.be

 

Mauve  –  Deutschland

Mann und Frau mit einem selbstgemalten Bild von einem Klavier im Garten neben einem ApfelbaumMauve ist ein Chansonduo aus Hanover mit der Sängerin Maja Hilke und dem Pianisten Malte Hollmann. In nostalgischen, französischsprachigen Liedern formen die Musiker satirische und poetische Texte zu großartigen Melodien. Und das mit einer derartigen Feinsinnigkeit und Intensität, dass die in Musik gegossenen Geschichten, Emotionen und Revolten fast zu denen des Zuhörers werden wollen.

Das Duo interpretiert klassische Bohême- Chansons der 50-70er Jahre von Jacques Brel, Serge Gainsbourg und Georges Brassens. An die Seite dieser Stücke stellt mauve moderne, chansonhafte Varianten von Popsongs, in denen die Musiker auch zu singenden Gläsern, Akkordeon und Percussion-Instrumenten greifen. Die eigenen Vertonungen des Ensembles legen deren musikalische Wurzeln frei, die im Jazz, der klassischen und der Zeitgenössischen Musik liegen.

Mauve formierte sich im Dunstkreis der Hannoveraner Musikhochschule und spielte zunächst in wechselnden Besetzungen. Seit Frühjahr 2014 arbeiten Hilke und Hollmann nun fest zusammen und spielen Chansons von Nostalgie und Revolten. Encore, Encore!

www.mauvechanson.wordpress.com

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